Grunderwerbsteuer 2026 nach Bundesland
| Bundesland | Steuersatz | bei 300.000 € | bei 500.000 € |
|---|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 10.500 € | 17.500 € |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 15.000 € | 25.000 € |
| Niedersachsen | 5,0 % | 15.000 € | 25.000 € |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 15.000 € | 25.000 € |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 15.000 € | 25.000 € |
| Thüringen | 5,0 % | 15.000 € | 25.000 € |
| Bremen | 5,5 % | 16.500 € | 27.500 € |
| Hamburg | 5,5 % | 16.500 € | 27.500 € |
| Sachsen | 5,5 % | 16.500 € | 27.500 € |
| Berlin | 6,0 % | 18.000 € | 30.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 18.000 € | 30.000 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 18.000 € | 30.000 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 19.500 € | 32.500 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 19.500 € | 32.500 € |
| Saarland | 6,5 % | 19.500 € | 32.500 € |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 19.500 € | 32.500 € |
Die Länder legen den Satz seit 2006 selbst fest; vorher galten bundesweit 3,5 %. Letzte Änderungen: Hamburg und Sachsen auf 5,5 % (2023), Thüringen auf 5,0 % gesenkt (2024), Bremen auf 5,5 % (1. Juli 2025).
Die Kaufnebenkosten im Überblick
- Grunderwerbsteuer: auf den Kaufpreis ohne mitverkauftes Inventar, auf volle Euro abgerundet; steuerfrei bis 2.500 € und bei Käufen innerhalb der Familie in gerader Linie.
- Notar: Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz für Beurkundung und Vollzug, zusammen meist 1 bis 1,5 % – mit Grundschuld für die Finanzierung etwas mehr.
- Grundbuch: Eintragung von Auflassungsvormerkung, Eigentum und Grundschuld, etwa 0,5 %.
- Makler: bei Wohnungen und Einfamilienhäusern höchstens die Hälfte der Gesamtprovision, meist 3,57 %.
Wie viel Netto-Einkommen für die Finanzierung bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner; Wohnfläche und Grundstück rechnet der Flächenrechner.
Rechtsgrundlage: Grunderwerbsteuergesetz (§§ 3, 8, 11 GrEStG) und die Steuersatzgesetze der Länder, Stand 2026; Notar- und Grundbuchkosten sind Richtwerte. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?
Zwischen 3,5 % in Bayern und 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 14.000 € in Bayern und 26.000 € in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt hat Bremen den Satz zum 1. Juli 2025 auf 5,5 % erhöht.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten insgesamt?
Je nach Bundesland und Makler etwa 5,5 bis 12 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer 3,5 bis 6,5 %, Notar etwa 1,5 %, Grundbuch etwa 0,5 % und – falls ein Makler beteiligt ist – meist 3,57 % Käuferanteil. Banken erwarten in der Regel, dass die Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden.
Kann man Grunderwerbsteuer sparen?
Ja, legal über mitverkauftes Inventar: Einbauküche, Markisen oder Möbel gehören nicht zur Bemessungsgrundlage, wenn sie im Kaufvertrag mit einem realistischen Wert gesondert aufgeführt sind. Steuerfrei sind außerdem Käufe bis 2.500 € sowie Käufe vom Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner und von Eltern, Kindern oder Enkeln.
Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?
Der Notar meldet den Kauf dem Finanzamt, das einen Steuerbescheid schickt. Die Steuer ist einen Monat nach Bekanntgabe fällig. Erst danach stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die Sie nicht als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden.
Wer zahlt den Makler?
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch Privatpersonen darf der Käufer seit dem 23. Dezember 2020 höchstens die Hälfte der Provision tragen (§ 656c BGB). Üblich sind 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer für Käufer und Verkäufer; regional kommen auch niedrigere Sätze vor.