Woher kommen Bauernregeln?
Bauernregeln sind über Jahrhunderte weitergegebene Beobachtungen von Wetter, Natur und Ernte. Da die Landwirtschaft vom Wetter abhing, merkte man sich Zusammenhänge in kurzen, gereimten Sprüchen. Viele knüpfen an Heiligentage des Kirchenjahres an, die im Kalender jedes Jahr auf dasselbe Datum fallen.
Die gregorianische Kalenderreform von 1582 hat die Daten um zehn Tage verschoben. Regeln wie die zum Siebenschläfer (27. Juni) beziehen sich deshalb eigentlich auf Anfang Juli – und treffen dann statistisch erstaunlich oft zu. Alle Lostage und Feiertage im Monatsüberblick zeigt der Kalender.
Häufige Fragen
Was sind Lostage?
Lostage sind feste Tage im Bauernjahr, meist Namenstage von Heiligen, an denen man nach alter Überlieferung das Wetter der kommenden Wochen „losen“, also vorhersagen konnte. Viele Bauernregeln beziehen sich auf sie.
Stimmen Bauernregeln?
Einige Regeln beschreiben typische Wetterlagen recht gut, etwa die Schafskälte oder die oft stabile Wetterlage um den Siebenschläfer. Wegen der Kalenderreform von 1582 liegen die gemeinten Zeitpunkte heute teils rund zehn Tage später. Eine Wettervorhersage ersetzen sie nicht.
Was sind die Eisheiligen?
Die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie) markieren nach der Bauernregel die letzten Frostnächte; danach werden frostempfindliche Pflanzen ins Freie gesetzt.